| Die Sache Jesu braucht Begeisterte |
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| Geschrieben von: Administrator |
| Freitag, den 05. März 2010 um 15:00 Uhr |
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Katholiken wählen Kirchengemeinderat: Zwölf Kandidaten in St. Andreas Endersbach mit Großheppach und Strümpfelbach
Weinstadt-Endersbach. Der Kirchengemeinderat leitet mit Pfarrer Michael Friedl die Gemeinde St. Andreas Endersbach mit Großheppach und Strümpfelbach. Es gilt, 3000 Gläubige auf dem Weg durch die nächsten fünf Jahre zu begleiten. Drei Frauen und neun Männer sind bereit. Sie kandidieren und wollen Mitarbeit wecken. Getreu dem Kirchenlied: „Die Sache Jesu braucht Begeisterte“. Zwölf kandidieren in St. Andreas zur Kirchengemeinderatswahl am 14. März. Das sind sechs Personen weniger als zur vergangenen Wahl vor fünf Jahren. „Es ist wie in Vereinen“, sagt Anton Zerfaß und lacht leise. Er ist amtierender Rat und auch Kandidat für die anstehende Wahl. „Es ist schwierig, Leute zu finden, die bereit sind, über fünf Jahre ein Ehrenamt zu übernehmen.“ Unter den Jüngeren sei es besonders schwierig. „Sie sind zeitlich sehr einspannt und müssen flexibel sein.“ Nach dem Ende der Schule kommt der Zivildienst, dann die Ausbildung oder das Studium. Und zack – ist kaum noch einer in Weinstadt. Der Altersdurchschnitt der Kandidaten für Endersbach, Großheppach und Strümpfelbach liegt bei 50. „Aber wer sich hat aufstellen lassen, der ist engagiert und will mit anpacken.“ Deshalb werden auch alle zwölf einen Posten bekommen. Die zehn mit den meisten Stimmen nach der Wahl stellen das offizielle Gremium und sind stimmberechtigt. Die anderen beiden übernehmen die Funktion von beratenden Beigeordneten. Herausforderung ist nicht das Geld, sondern der persönliche Einsatz Gehofft hatte Anton Zerfaß, „dass noch ein paar mehr Frauen kandidieren. Der Kirchengemeinderat soll ja kein Macho-Club sein“, sagt er. Und lacht diesmal laut. Gerade mal ein Viertel der Kandidaten ist weiblich. Jetzt müssen halt die Männer ihre feminin-einfühlsamen Seiten zeigen, um dem Macho-Image zu wehren. Aber wer hätte da Sorge? Ein Kirchengemeinderat ist ohnedies kein rüdes Bestimmergremium, das die Ausführung seiner Beschlüsse auf Dritte abwälzt. „Wir selbst müssen die Ausführung gleich mitdenken und bereit sein, uns für ein Thema persönlich einzusetzen.“ Wer sein Thema hat, sucht Begeisterte in der Gemeinde, die mitmachen.Hier liegt die große Herausforderung für die Engagierten, Mitmacher anzufeuern. Was an Angeboten kein Interesse wecken kann, wird eingestampft. „Das wäre das Schlimmste. Sich zu verzetteln. Besser, wir stellen von zehn Ideen drei Projekte auf die Beine als sieben halblebige.“ Immer im Blick des Gremiums: der Haushalt der Kirchengemeinde. Die Zuteilung kommt von der Diözese Rottenburg/Stuttgart. Sie erhält die Kirchensteuern, die das Land einnimmt, und gibt je nach Mitgliederzahl und Steuerkraft an die Gemeinden weiter. 20 Prozent davon gibt St. Andreas aufs Rücklagenkonto. Mit dem Rest werden laufende Spenden-Projekte finanziert, die Kirchen St. Andreas und St. Stephan unterhalten, die Verwaltung des Pfarrbüros sowie Neuanschaffungen bezahlt – zum Beispiel die Koch- und Backmöglichkeit in den Jugendräumen und später die neue Orgel. St. Andreas ist vergleichsweise reich. Da die Gemeinde keinen eigenen Kindergarten hat, entfallen sonst drückende Personalkosten. In den vergangenen Jahren haben sich die Verantwortlichen darauf konzentriert, das Sparpolster auszubauen. „Wenn jetzt Sanierungsbedarf ist, haben wir was auf der hohen Kante“, so Zerfaß. Aber auch baulich muss das neue Gremium keine Leichen im Keller des alten Rats befürchten. „Wir haben nichts anbrennen lassen.“ Die Kirche sei innen und außen gepflegt. Die Technik spiele mit. Die Heizung sei endlich top. Die Fenster im Pfarrhaus sind dicht. „Steht nur noch der Eingangsbereich vor der Kirche an. Aber das ist etwas Kleineres.“ Statt aufs Bauwerk kann sich der neue Kirchengemeinderat also auf die Kirche als lebendige Gemeinschaft konzentrieren. Ökumene ist den Katholiken wichtig. Mit den evangelischen Gemeinden in Strümpfelbach, Großheppach und Endersbach stehe man in regem Austausch. Neben 13 gemeinsamen Gottesdiensten gibt es gemeinsame Kinderbibelwochen und andere Veranstaltungen, bei denen die Gläubigen aus beiden Konfessionen mitwirken. Das soll in den kommenden fünf Jahren so bleiben. In der eigenen Gemeinde könnten die Räte den Bedarf an Themen für Familien abfragen, Gesprächskreise zu „Glauben und Glaubenszweifel“ bilden. „Das Gremium wird anbieten, was es mit seinen Fähigkeiten und Talenten leisten kann.“ Quelle: WKZ vom 26.02.2010 |
| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 16. März 2010 um 16:49 Uhr |
















